Zeitüberschreitung beim Update auf iOS 4.0 [Update]

Am 21. Juni 2010 hat Apple den Nachfolger des iPhone OS, das iOS herausgebracht. Der Nachfolger unterstützt nun einige lang erwartete Features wie z.B. Multitasking (zumindest in einer rudimentären Fassung) oder die Anlage von mehr als einem Exchange-Account.

Da ist es natürlich sehr ärgerlich, wenn das Update von iPhone OS 3.1.3 auf iOS 4.0 zwar im iTunes gefunden wird und einem zum Download angeboten wird, jenes Update jedoch ständig mit der Fehlermeldung „Bei der Netzwerkverbindung ist eine Zeitüberschreitung aufgetreten“ abbricht. Ich sollte meine Netzwerkeinstellungen überprüfen. Okay, ich dachte, evtl. sind die Apple-Server überlastet, aber selbst nach Dutzenden Versuchen zu unterschiedlichen Zeiten kam ständig jene unerfreuliche Fehlermeldung.

Es stellte sich dann heraus, dass offensichtlich mein iPod zu voll bepackt war. Nach dem Entfernen einiger Podcasts wurde das Update problemlos installiert. Da fragt man sich dann doch, warum das nicht entsprechend in der Fehlermeldung steht.

[Update 27. August 2010]: Inzwischen habe ich bei einem neuerlichen Update-Versuch auf 4.0.2 festgestellt, dass nicht mein zu voll bepackter iPod die Ursache war, sondern der aktivierte WebGuard von AntiVir Premium. Über einen Rechtsklick auf das rote „Regenschirm“-Icon im System-Tray lässt sich der WebGuard deaktivieren und der Update-Download im iTunes funktioniert reibungslos.

[Update 08. November 2011]: Noch immer ist das Problem nicht behoben. Auch das Update auf die iOS-Version 5.0 ist betroffen. Bekannt ist, dass mehrere Antivirus-Lösungen den Download von Updates vom Apple-Server verhindern. Basierend auf den Nutzerkommentaren und Feedback per E-Mail sind wohl in erster Linie Produkte von Avira und Kaspersky betroffen. Wichtig ist hier, die Komponente zum Überprüfen des Webverkehrs zu deaktivieren. Bei Avira Antivir / Avira Antivirus ist dies der Webguard. Der Webguard kann entweder durch einen Rechtsklick auf das rote „Regenschirm“-Icon im System-Tray deaktiviert werden oder im Hauptfenster von Avira. Nach dem Einspielen des Updates kann der Webguard wieder aktiviert werden. Ggfs. kann es auch helfen, den Virenscanner komplett zu deaktivieren.

Unverständlich ist, dass offensichtlich weder Apple, noch Avira oder Kaspersky dieses Problem beheben können. Alle drei Unternehmen wurden bereits durch mich im Jahr 2010 kontaktiert und auf das Problem aufmerksam gemacht.

iPod-Lokalisierung

Lange Zeit habe ich vom iPhone und vom iPod Touch nicht viel gehalten. Genau so lange, bis ich einen iPod Touch in den Fingern hatte 🙂

Der iPod Touch ist deutlich mehr als ein MP3-Player. Vielmehr ist er mehr oder weniger ein iPhone ohne Telefoniefunktion – und dank der vielen Apps mehr oder weniger ein fast vollwertiger Computer.

Sowohl das iPhone als auch der iPod Touch bieten eine Lokalisierungsfunktion an. Damit wird es möglich, sich z.B. die nächsten Haltestellen, die nächsten Geschäfte oder einfach nur die aktuelle Position auf der Karte anzusehen.

Die Frage ist nur: Wie macht der iPod Touch das eigentlich? Ein Ortung über das Handynetz ist mangels Telefoniefunktion unmöglich und ein GPS-Modul fehlt dem iPod Touch ebenfalls. Eine Geolokalisierung über die IP-Adresse scheidet ebenfalls aus. Diese funktioniert in der Regel maximal auf Ebene von Städten. Doch der iPod weiß ziemlich genau, wo ich mich befinde, wie man dem Screenshot entnehmen kann.

Also, wie gehts? Eine Internet-Recherche bringt es zu Tage. Das US-Unternehmen Skyhook Wireless bietet eine Lokalisierung per W-Lan an. Hierzu muss man wissen, dass jeder W-Lan-Router, wie jedes andere Netzwerkgerät auch, eine weltweit eindeutige Kennung hat, die sogenannte MAC-Adresse. Diese MAC-Adresse kann öffentlich ausgelesen werden, ohne dass man sich in das entsprechende W-Lan einloggen muss. Skyhook Wireless schickt nun Fahrer los, die überall auf der Welt W-Lans lokalisieren und die entsprechenden MAC-Adressen aufzeichnen, zusammen mit der durch GPS bestimmten Position. Beides landet dann in einer Datenbank, in der angeblich schon über 100 Millionen MAC-Adressen samt Koordinaten gespeichert sind.

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