Google Docs versteht nur noch Chinesisch

Mehreren Personen Zugriff auf ein Tabellendokument geben – dank Google Docs kein Problem! So dachte ich und habe heute erstmals das browserbasierte Office von Google ausprobiert. Der erste Eindruck war auch überzeugend. Der Upload eines vorhandenen Excel-Dokuments und das Editieren desselben funktioniert problemlos.

Blöd nur, wenn plötzlich alle Buttons und Links auf Chinesisch angezeigt werden. Das passiert mir immer dann, wenn ich auf das einmal abgelegte Dokument als angemeldeter Benutzer wieder zugreifen möchte. Offensichtlich scheine ich nach dem Login als Chinese erkannt zu werden. Beim Wechsel auf andere Google-Dienste ist wieder alles normal auf Deutsch oder Englisch verfügbar. Zurück zu Google Docs wieder alles auf Chinesisch Japanisch.

Ich habe dann herausgefunden, dass man über https://docs.google.com/settings seine Spracheinstellungen pflegen kann. Hier im ersten Dropdown „Deutsch“ aus der Liste ausgewählt, und die chinesische Oberfläche weicht der englischen Oberfläche. Aber nur bis zum nächsten Login. Google, bitte nacharbeiten!

 

Google-Kameraautos ab März wieder in Deutschland unterwegs

Google hat am Freitag in einem Blogposting bekannt gegeben, dass die Kameraautos, die auch für StreetView genutzt werden, ab Ende März 2011 wieder in Deutschland unterwegs sein werden. Die aufgenommenen Daten sollen dabei allerdings nicht für StreetView, sondern für Verbesserungen in Google-Maps genutzt werden. Unter anderem sollen die erhobenen Daten für 3D-Darstellungen von Gebäuden genutzt werden. Über Google Docs ist ein Fahrplan zu sehen, dem zu entnehmen ist, welche Landkreise und Städte von den Kamerafahrzeugen bis Ende Mai befahren werden.

Nach Google-Angaben waren Kamerafahrzeuge seit 2008 bereits in allen Landkreisen Deutschlands unterwegs. Damit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Städte und Kreise in Street View erscheinen. Derzeit sind die zwanzig größten Städte Deutschlands sowie die Ortschaft Oberstaufen im Allgäu in Street View abrufbar.

Nach Google nun auch Microsoft mit Straßenansichten

Die Aufregung um Google Street View hat sich noch nicht gelegt, da bereitet nun auch Microsoft den Start seines Straßenansichtsdienstes StreetSide in Deutschland vor. Dies hat ein Mircrosoft-Pressesprecher Heise Online mitgeteilt. In den USA und Kanada ist StreetSide bereits aktiv, in Deutschland soll der Dienst 2011 starten.

Wie Google fährt auch Microsoft öffentliche Straßen mit einer auf einem Auto aufgebauten Kamera mit 360°-Objektiv ab. Gesichter und KFZ-Kennzeichen sollen durch eine Software automatisch verfremdet werden.

Am meisten Widerstand hat Google für Street View von Hausbesitzern bekommen, die ihr Haus nicht im Internet abgebildet haben wollen. Fast 250.000 Anträge auf Unkenntlichmachung gingen allein in Deutschland ein. Auch Microsoft ermöglicht eine Verpixelung von Häusern, allerdings derzeit nur für bereits in StreetSide verfügbare Straßenzüge.

We accept requests to blur or remove images of faces or persons, homes, cars, acts of violence, nudity and unlawful material. Please refer to the Report an image concern section on the sidebar to see how requests to remove imagery can be made.

Gegner der Google-Verpixelung haben unterdessen begonnen, verpixelte Häuser zu fotografieren und diese über den Google-Bilderdienst Panoramio mit Eingabe der geographischen Koordinaten ins Internet einzustellen. Dadurch werden diese Bilder automatisch in Google Maps übernommen, so dass Street View diese als Foto darstellt.

Erst StreetView, dann Paoramio, ab nächstem Jahr SteetSide: Immobilieneigentümer haben also viel zu tun, wenn sie dauerhaft nicht im Internet zu sehen sein möchten. Um eine gesetzliche Regelung zu umgehen, schlägt der IT-Verband Bitkom daher auch eine zentrale Widerspruchsplattform vor.

Wie die Navigation in StreetSide funktioniert, zeigt Microsoft in einem Video:

Street View-Unschärfen

Die Aufregung um Google Street View geht in eine neue Runde, nachdem Google den Dienst am vergangenen Donnerstag auch in Deutschland offiziell gestartet hat. Wie die Deutschen nun mal sind, gibt es nun neben dem Ärger mit Hauseigentümern, die ihr Anwesen nicht in Street View zeigen möchten ebenso Ärger mit den Hauseigentümern, deren Anwesen ungewollt verpixelt wurde.

Interessant ist auch, was Google so alles unkenntlich macht. So glaubt Google offensichtlich auch nicht mehr daran, dass der Weiterbau der A33 im Bereich Ostwestfalen nach mehr als 30 Jahren Planungsphase fortschreitet. Eine entsprechende Ankündigung des Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen hat Google verpixelt und beim Standardsatz „Wir bauen für Sie“ das „bauen für Sie“ herausgelöscht.

Dies passt mit der jüngsten Pressemeldung zusammen, dass sich leider die Fertigstellung des ersten Ausbauteilstücks um ein weiteres Jahr aufgrund der beiden strengen vorangegangenen Winter verzögere. Alternativvorschlag: „Wir planen schon 30 Jahre für Sie, nun könnte es mal irgendwann was werden“.

Google-Schätzung: Knapp daneben ist auch vorbei

Google gibt bei einer Suche im oberen Bereich der Seite an, wie viele Treffer zu einer Suchanfrage gefunden wurden. Dass es sich dabei um eine Schätzung handelt, verdeutlicht das Stichwort „ungefähr“. Für die Suchanfrage „und sehen wir uns nicht in dieser Welt“ hat Google „ungefährt 58.100“ Treffer gefunden.

Tja, leicht daneben. Es werden nämlich nur 18 Treffer angezeigt – unter Einbeziehung übersprungener Ergebnisse knappe 50 Treffer.

Aber Google hat mir dennoch weitergeholen, denn der Satzanfang „und sehen wir uns nicht in dieser Welt“ wird nicht ausschließlich mit „dann sehen wir uns in Bielefeld“ komplettiert. Unter den 18 Hits lassen sich nämlich auch Bitterfeld und Köln-Ehrenfeld finden.

Bing ist da sehr viel genauer. Von den 114 angekündigten Hits können immerhin 64 geliefert werden. Und mit der zweiten gleichlautenden Suchanfrage wurde auch die Ankündigung auf 64 reduziert.