Allheilmittel Elektroauto?

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Endlich sagt’s mal jemand. Unter der Überschrift „Elektroautos sparen kein CO2 ein“ berichtet die heutige Ausgabe der Neuen Westfälischen von einem Interview mit einem Greenpeace-Experten in der Automobilwoche, dass Elektroautos keinen Umweltvorteil gegenüber konventionell betriebenen Fahrzeugen haben – denn irgendwie muss der Strom für die vielen Tausend Elektroautos, die da kommen sollen, produziert werden.

Derzeit belaste jedes Elektroauto durch den notwendigen Strom aus der Steckdose das Klima mit anderthalb bis doppelt so viel CO2 wie ein herkömmliches Fahrzeug. Demnach dürften die Stromkonzerne gar nicht damitwerben, dass sie Elektroautos mit „sauberem“ Strom versorgen. Der Fahrstrom werde dem Stromkontingent aus erneuerbaren Energien nur an anderer Stelle entzogen.

Richtig! Effizienzverluste und damit „Mehrverbrauch“ gibt es bei der Stromerzeugung, beim Stromtransport und beim Laden der Batterie. Der Elektromotor arbeitet ebenfalls nicht verlustfrei. Elektroautos sind daher nur nachts, wenn Strom aufgrund der niedrigen Industrie-Nachfrage und schlecht regelbarer Atom- und Kohlekraftwerke im Überfluss vorhanden ist und teilweise sogar einen negativen Preis hat, wirtschaftlich zu laden. Wer tagsüber zur Spitzenlast sein Auto auflädt, sorgt dafür, dass besonders ineffiziente und teure Kraftwerke wie z.B. Gasturbinen zugeschaltet werden müssen, die die zusätzliche Spitzenlast bereitstellen.

Freitag nachmittag – 185 km Stau in NRW

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Freitag nachmittag, um 15:30 vor einem Feiertag – 185 km Stau in NRW meldet der WDR. Vor einiger Zeit habe ich schon autobahn.nrw.de vorgestellt und dabei kritisiert, dass es an Bundesländergrenzen endet.

Seit einigen Wochen gibt es auch ADAC Maps. Neben den Staumeldungen, die man sich anzeigen lassen kann, bietet ADAC Maps auch die Besonderheit, den aktuellen Verkehrsfluss anzuzeigen – bundesländerübergreifend. Dieser basiert nicht auf Sensoren in der Fahrbahn oder Brücken. Stattdessen werden von ca. 60.000 gewerblichen Fahrzeugen (überwiegend LKWs) automatisiert die Position und die aktuell gefahrene Geschwindigkeit erfasst und an die ADAC-Zentrale gesendet. (weiterlesen …)

Subventionitis auf den Dächern

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Wie eine Epidemie haben sie sich ausgebreitet. Bei meiner zweiten längeren Radausfahrt in diesem Jahr war es nicht mehr zu übersehen: Auf nahezu jedem zweiten an der Strecke liegenden Bauernhof war eine Photovoltaikanlage installiert – deutlich mehr, als ich auf gleicher Strecke noch im letzten Herbst gesehen habe.

Da haben wohl einige Landwirte noch die Gunst der Stunde genutzt, vor der kurzfristig eingeplanten zusätzlichen Kürzung der Einspeisevergütung zum 1. Juli 2010. Teilweise scheint es sich sogar zu lohnen, beide Dachflächen, nicht nur jene, die nach Süden ausgerichtet ist, mit den Siliziumpanels zuzupflastern. Und das im nicht gerade für übermäßige Sonnenstunden bekannten Kreis Gütersloh. Den Landwirten kann mans nicht verdenken, wenn sie zugreifen. Wer sich mit Milchpreisen um 30 Cent je Liter rumärgern muss, ist sicher für dieses Politiker-Geschenk und die konstant fließenden Zusatzeinnahmen dankbar.

Und wer bezahlts? Jeder der Strom verbraucht – und keine Solaranlage auf dem eigenen Dach hat. Die nächste Strompreiserhöhung kommt garantiert!

Die Kreuzotter ist zurück

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Unter kreuzotter.de hatte Walter Zorn vor einigen Jahren einen Online-Rechner bereitgestellt, der für jeden ambitionierten Fahrradfahrer höchst interessant ist. Basierend auf Körpergröße, Körpergewicht und Fahrradtyp konnte man sich die Leistung in Watt ausrechnen, die man treten muss, um eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen. Auch Gegen- oder Rückenwind sowie Steigung und Gefälle werden berücksichtigt. Leider existiert der Online-Rechner auf kreuzotter.de nicht mehr.

Zum Glück gibt es den Rechner aber noch in der Wayback Machine, dem Internet-Archiv: Folgt man diesem Link, kommt man auf eine voll funktionsfähige Kopie. Für eine gegebene Leistung oder eine gegebene Geschwindigkeit kann man sich nun per Mausklick das jeweilige Gegenstück berechnen oder sich gar ein Diagramm generieren lassen. Bei einem Rennrad mit Oberlenkerhaltung, meiner Größe und Gewichtsklasse kommt dabei auf flacher Strecke ohne Wind und auf 100 Meter Höhe folgendes raus:

Leistungs-Geschwindigkeits-Diagramm

Hier kann man auch wunderschön den quadratisch ansteigenden Luftwiderstand ablesen, der ab spätestens 20 km/h einen Großteil der Leistung schluckt, während der Rollwiderstand  unabhängig von der Geschwindigkeit ist. Für 50 km/h, die man auf ebener Fläche nur als sehr trainierter Fahrer länger als ein paar Minuten aushält, muss ich bereits die sechsfache Leistung auf die Pedale bringen als für 25 km/h!

Was man beim Radfahren noch merkt, sollte man vielleicht auch beim Autofahren beherzigen. Dort überwiegt der Luftwiderstand alle andere Widerstände ab ca. 80 km/h.

Google-Schätzung: Knapp daneben ist auch vorbei

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Google gibt bei einer Suche im oberen Bereich der Seite an, wie viele Treffer zu einer Suchanfrage gefunden wurden. Dass es sich dabei um eine Schätzung handelt, verdeutlicht das Stichwort „ungefähr“. Für die Suchanfrage “und sehen wir uns nicht in dieser Welt” hat Google „ungefährt 58.100“ Treffer gefunden.

Und sehen wir uns nicht in dieser Welt...

Tja, leicht daneben. Es werden nämlich nur 18 Treffer angezeigt – unter Einbeziehung übersprungener Ergebnisse knappe 50 Treffer.

Aber Google hat mir dennoch weitergeholen, denn der Satzanfang „und sehen wir uns nicht in dieser Welt“ wird nicht ausschließlich mit „dann sehen wir uns in Bielefeld“ komplettiert. Unter den 18 Hits lassen sich nämlich auch Bitterfeld und Köln-Ehrenfeld finden.

Bing ist da sehr viel genauer. Von den 114 angekündigten Hits können immerhin 64 geliefert werden. Und mit der zweiten gleichlautenden Suchanfrage wurde auch die Ankündigung auf 64 reduziert.

Was steht auf der Chipstüte?

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Seit einigen Jahren ist auf fast allen Eiern ein Stempel zu finden, anhand dessen man sowohl die Haltungsform als auch den Legebetrieb über die Website mit dem schönen Titel Was steht auf dem Ei? abfragen kann.

Neu ist mir, dass ein solcher Herkunftsnachweis inzwischen auch bei Kartoffelchips verwendet wird. So zu sehen auf der Verpackung der REWE-Eigenmarke „Feine Welt“.

Chips mit Herkunftsangabe

Herr Lobsiger aus Matzingen, die Chips haben super geschmeckt. Besten Dank fürs Beisteuern der Kartoffeln!

Bank überträgt Kreditkartennummer im Klartext – per E-Mail

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Da hatte ich die neue TARGOBANK kürzlich noch für die wirklich interessante Pluspunkt-Karte gelobt – da hat heute ein Werbespot mein Interesse für ein anderes Angebot geweckt. Also, die Seite der TARGOBANK geöffnet, Angebot für interessant befunden und auf Beantragen geklickt. Um mir die Authentisierung über Postident zu sparen, habe ich mich vorher als Kunde angemeldet. Allerdings sollte ich selbst als eingeloggter Kunde nochmal zum Postident geschickt werden. Das war mir dann doch etwas zu viel Bürokratie – vor allem völlig unnötig, da ich wie gesagt bereits Kunde bin.

Klartext liebe ich sehr, und da wollte ich der TARGOBANK mitteilen, dass ich es merkwürdig finde, wenn ich als bereits verifizierter Kunde erneut aufs Postamt oder in die Filiale soll. Also, wie teilt man das am besten mit – über das Kontaktformular, Kategorie „Lob & Tadel“.

Füllt man das Kontaktformular der Bank im Internet aus, wird man unter anderem gefragt, ob man bereits Kunde sei und wie die Konto- oder Kreditkartennummer lautet.

So weit, so gut. Die Seite ist ordnungsgemäß per SSL verschlüsselt – kein Problem also. Zudem scheint die Kreditkartennummer kein Pflichtfeld zu sein, denn sie ist nicht mit einem Stern markiert. Lässt man die Nummer jedoch aus, wird man bei Absenden des Formulars darauf hingewiesen, dass eine Nummer hier dennoch angegeben werden muss: „Bitte geben Sie an: Konto- bzw. Kreditkartennummer“.

Kontaktformular der TARGOBANK

Der eigentliche Schock kommt jedoch, wenn man die Option „Bitte schicken Sie mir eine Kopie der Nachricht“ auswählt. Tatsächlich schickt die TARGOBANK die Nachricht wunschgemäß als E-Mail – spart dabei jedoch selbst die Kreditkartennummer nicht aus:

E-Mail der TARGOBANK

Völlig ungeschützt wird die sensible Nummer im Klartext per E-Mail versendet. Das ist mir dann ehrlich gesagt doch ein bisschen zu viel Klartext… Ich hoffe mal, dass das nur unter die Kategorie Anlaufschwierigkeiten fällt und schnellstens behoben wird, liebe TARGOBANK.

Facebook berichtet aus der Zukunft

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Vor 9 Uhr zeigt Facebook bereits Einträge vom Abend an... Facebook ist ja bekanntermaßen das soziale Netzwerk, das momentan besonders en vogue ist. In zwei Übersichten „Neueste Meldungen“ und „Hauptmeldungen“ (deren Notwendigkeit zur Unterscheidung und deren Art der Sortierung mir bislang noch nicht wirklich klar geworden sind) werden einem jeweils die letzten Aktivitäten der Kontakte angezeigt.

Hier sind mir immer schon diverse Unstimmigkeiten aufgefallen, aber heute habe ich festgestellt, dass Facebook offenbar einen guten Draht zu den Sternen hat und daher bereits aus der Zukunft berichten kann. Bereits vor 9 Uhr heute morgen werden mir Aktivitäten von 10:01, 19:38 oder gar 20:17 angezeigt.

Umsatzvergütung für Kreditkartenzahlung

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Zahlungen per Kreditkarte sind ein lukratives Geschäft für die Banken. Von den Händlern, Restaurants und Tankstellen kassieren die Banken meist etwa 3% vom Umsatz und zusätzlich eine Transaktionsgebühr. Aus diesem Grund haben die Banken ein Interesse daran, dass möglichst viele Zahlungen über Kreditkarte ablaufen. Viele Banken bieten daher ihren Kunden ein Bonusprogramm an, wie z.B. die bereits empfohlene DKB mit ihrem DKB-Club, bei dem es für jeweils 1000 Euro Umsatz 150 Punkte gibt. Allerdings braucht man hier sehr viele Punkte und das Angebot der DKB ist in erster Linie wegen der kostenlosen Geldautomatenversorgung interessant.

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iPod-Lokalisierung

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Lange Zeit habe ich vom iPhone und vom iPod Touch nicht viel gehalten. Genau so lange, bis ich einen iPod Touch in den Fingern hatte :-)

Der iPod Touch ist deutlich mehr als ein MP3-Player. Vielmehr ist er mehr oder weniger ein iPhone ohne Telefoniefunktion – und dank der vielen Apps mehr oder weniger ein fast vollwertiger Computer.

Sowohl das iPhone als auch der iPod Touch bieten eine Lokalisierungsfunktion an. Damit wird es möglich, sich z.B. die nächsten Haltestellen, die nächsten Geschäfte oder einfach nur die aktuelle Position auf der Karte anzusehen.

Die Frage ist nur: Wie macht der iPod Touch das eigentlich? Ein Ortung über das Handynetz ist mangels Telefoniefunktion unmöglich und ein GPS-Modul fehlt dem iPod Touch ebenfalls. Eine Geolokalisierung über die IP-Adresse scheidet ebenfalls aus. Diese funktioniert in der Regel maximal auf Ebene von Städten. Doch der iPod weiß ziemlich genau, wo ich mich befinde, wie man dem Screenshot entnehmen kann.

Positionsbestimmung des iPod Touch

Also, wie gehts? Eine Internet-Recherche bringt es zu Tage. Das US-Unternehmen Skyhook Wireless bietet eine Lokalisierung per W-Lan an. Hierzu muss man wissen, dass jeder W-Lan-Router, wie jedes andere Netzwerkgerät auch, eine weltweit eindeutige Kennung hat, die sogenannte MAC-Adresse. Diese MAC-Adresse kann öffentlich ausgelesen werden, ohne dass man sich in das entsprechende W-Lan einloggen muss. Skyhook Wireless schickt nun Fahrer los, die überall auf der Welt W-Lans lokalisieren und die entsprechenden MAC-Adressen aufzeichnen, zusammen mit der durch GPS bestimmten Position. Beides landet dann in einer Datenbank, in der angeblich schon über 100 Millionen MAC-Adressen samt Koordinaten gespeichert sind.

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