Die zensierte Minibar

Blick aus dem Zimmer auf Manhattan im HintergrundIm Juni war ich geschäftlich eine Woche in New York. Untergebracht war ich in einem wirklich schönen, neuen Hotel in Jersey City mit einem fantastischen Blick auf die Sykline Manhattans.

Doch beim Check-Out erlebte ich eine böse Überrraschung. Der Hotelangestellte fragte, ob ich schon mal etwas von „censored minibars“ gehört hätte. Mmm, zensierte Mini-Bar. Ich war ja schon in vielen Hotels und habe in den letzten drei Jahren über 500 Hotelübernachtungen zusammengesammelt. Eine zensierte Minibar ist mir dabei noch nicht untegekommen. Und wieso zensiert? Auch wenn es schwer ist, in vielen Ostküstenstaaten außerhalb von Restaurants ein normales Bier zu bekommen, konnte ich es nicht glauben. Ist die Prohibition zurück und ich hätte das Bud aus der Minibar nicht trinken dürfen? „Die zensierte Minibar“ weiterlesen

Gütersloh

Ich freue mich doch immer wieder, wenn ein Künstler einen Bezug zu Gütersloh, meiner Heimatstadt, aufbaut. Und hier ist es Krüger mit seinem Song Gütersloh auch in sehr überzeugender Weise gelungen, Gütersloh in einer Zeile mit New York, LA, Wien, London, Tokio, Toronto und Königslutter am Elm unterzubringen. Meinen Geschmack trifft er jedenfalls deutlich mehr als Thommie Bayer mit seinem Gassenhauer Der letzte Cowboy, der ja bekanntlich aus Gütersloh kommt.

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Zeitüberschreitung beim Update auf iOS 4.0 [Update]

Am 21. Juni 2010 hat Apple den Nachfolger des iPhone OS, das iOS herausgebracht. Der Nachfolger unterstützt nun einige lang erwartete Features wie z.B. Multitasking (zumindest in einer rudimentären Fassung) oder die Anlage von mehr als einem Exchange-Account.

Da ist es natürlich sehr ärgerlich, wenn das Update von iPhone OS 3.1.3 auf iOS 4.0 zwar im iTunes gefunden wird und einem zum Download angeboten wird, jenes Update jedoch ständig mit der Fehlermeldung „Bei der Netzwerkverbindung ist eine Zeitüberschreitung aufgetreten“ abbricht. Ich sollte meine Netzwerkeinstellungen überprüfen. Okay, ich dachte, evtl. sind die Apple-Server überlastet, aber selbst nach Dutzenden Versuchen zu unterschiedlichen Zeiten kam ständig jene unerfreuliche Fehlermeldung.

Es stellte sich dann heraus, dass offensichtlich mein iPod zu voll bepackt war. Nach dem Entfernen einiger Podcasts wurde das Update problemlos installiert. Da fragt man sich dann doch, warum das nicht entsprechend in der Fehlermeldung steht.

[Update 27. August 2010]: Inzwischen habe ich bei einem neuerlichen Update-Versuch auf 4.0.2 festgestellt, dass nicht mein zu voll bepackter iPod die Ursache war, sondern der aktivierte WebGuard von AntiVir Premium. Über einen Rechtsklick auf das rote „Regenschirm“-Icon im System-Tray lässt sich der WebGuard deaktivieren und der Update-Download im iTunes funktioniert reibungslos.

[Update 08. November 2011]: Noch immer ist das Problem nicht behoben. Auch das Update auf die iOS-Version 5.0 ist betroffen. Bekannt ist, dass mehrere Antivirus-Lösungen den Download von Updates vom Apple-Server verhindern. Basierend auf den Nutzerkommentaren und Feedback per E-Mail sind wohl in erster Linie Produkte von Avira und Kaspersky betroffen. Wichtig ist hier, die Komponente zum Überprüfen des Webverkehrs zu deaktivieren. Bei Avira Antivir / Avira Antivirus ist dies der Webguard. Der Webguard kann entweder durch einen Rechtsklick auf das rote „Regenschirm“-Icon im System-Tray deaktiviert werden oder im Hauptfenster von Avira. Nach dem Einspielen des Updates kann der Webguard wieder aktiviert werden. Ggfs. kann es auch helfen, den Virenscanner komplett zu deaktivieren.

Unverständlich ist, dass offensichtlich weder Apple, noch Avira oder Kaspersky dieses Problem beheben können. Alle drei Unternehmen wurden bereits durch mich im Jahr 2010 kontaktiert und auf das Problem aufmerksam gemacht.

Bundespost

Telekom Deutschland GmbH. Ich gebe es zu, ich habe gestutzt, als ich diesen Unternehmensnamen in einem Online-Profil soeben las. Die neuerliche Umbenennung und Verschmelzung von T-Home und T-Mobile zum Geschäftsbereich Telekom Deutschland GmbH habe ich verpasst. Sinnigerweise trat die Neustrukturierung zum 1. April in Kraft. Ich vermute mal, die meisten haben das für einen Aprilscherz gehalten.

Bei der gefühlt zehnten Umstrukturierung und Neubenamsung seit dem Börsengang wundert es mich nicht, dass da keiner mehr mitkommt und ältere Semester das große magentafarbene T noch immer als Bundespost bezeichnen. Gut übrigens auch, dass jenes Unternehmen aus dem Radsport-Sponsoring ausgestiegen ist. Der neue Firmenname passt nämlich auf keine Radhose.

0700 – kein Anschluss unter dieser Nummer

Eine gute Idee sind sie ja schon, die persönlichen Rufnummern unter der Vorwahl 0700.  Unter diesem Vorwahlbereich kann sich jedermann eine eigene persönliche Rufnummer bei der Bundesnetzagentur registrieren lassen und Anrufe mehr oder weniger intelligent über Routingregeln auf beliebige Festnetz- oder Mobilfunknummern weiterleiten. So bleibt man immer unter einer Rufnummer erreichbar, egal wo man sich gerade befindet. Bereits im Jahr 2000 habe ich mir zwei Rufnummern gesichert, genutzt werden sie jedoch schon seit geraumer Zeit nicht mehr.

Allgemein muss man sagen, dass die „persönliche Rufnummer fürs Leben“ eine Totgeburt war. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Anders als bei den weit verbreiteten Rufnummerbereichen 0180 oder 0900 wird der Rufnummernbereich nur von einer Handvoll Provider unterstützt – kostenlose Anbieter gibt es dabei keinen einzigen, mindestens 6 Euro monatliche Grundgebühr erhebt jeder.

Für die Weiterleitung von Anrufen auf das Handy oder ins Ausland fallen in der Regel saftige Minutenpreise an, die der Inhaber der 0700-Nummer bezahlen muss. Und auch für die Anrufer ist die 0700 ein vergleichsweise teures Vergnügen, denn die Tarife wurden nicht in gleichem Maße gesenkt, wie z.B. die Tarife für Ferngespräche. Bei den meisten Anbietern zahlt man zur Hauptzeit aus dem Festnetz über 12 Cent/Minute. Ruft man vom Handy eine 0700-Nummer an, wird es richtig teuer, denn Preise zwischen 70 und 100 Cent/Minute sind keine Seltenheit. Aus dem Ausland sind die 0700-Rufnummern teilweise gar nicht erreichbar.

Und so bleibt nur zu sagen, dass es eine gute Idee war.

Top-Level-Domain-Redundanz

Gestern nachmittag gab es bei der Registrierungsstelle für DE-Domains, der DENIC e.G., eine größere Panne. Durch die Fehlfunktion mehrerer Nameserver konnte für Millionen von DE-Domains keine IP-Adresse mehr aufgelöst werden, da die DNS-Server mit „Domain existiert nicht“ antworteten. Durch ein solch negatives Abfrageergebnis wird auch vermieden, dass ein weiterer, noch funktionierender Nameserver, abgefragt wird. Die Panne wäre also vermutlich gar nicht aufgefallen, wenn die DNS-Server statt einer falschen Antwort einfach gar nicht geantwortet hätten, da in diesem Fall ein anderer DNS-Server abgefragt worden wäre.

Zwischen 13:30 und 15:45 waren daher große Teile des deutschsprachigen Internets lahmgelegt. Da DNS-Abfrageergebnisse bei den Providern für eine gewisse Zeit gecached werden, traten auch nach Behebung des Fehlers durch die DENIC sporadisch bis in den Abend Fehler beim Abruf einiger DE-Domains auf.

Vor Pannen ist natürlich niemand gefeit, aber es verdeutlicht wieder einmal, dass noch mehr an Redundanz gedacht werden muss. Was nutzt das 99,99% Hochverfügbarkeits-Rechenzentrum, wenn das DNS einer ganzen Top-Level-Domain ausfällt. Aus diesem Grund habe ich mir doch gleich mal die Domain daniel-neuhaus.net registriert und auf diesen Blog aufgeschaltet. Sicher ist sicher 🙂

Badewannen, Elefanten und Fußballfelder

Können sich wirklich so wenig Menschen Längen, Flächen, Volumina und Massen vorstellen, oder warum werden uns immer irgendwelche abstrusen Vergleiche mit Autos oder Badewannen aufgetischt?

Fährt irgendwo ein Schwertransport, wird das Gewicht gleich in die Nicht-SI-Einheit Elefanten umgerechnet, wahlweise aber auch in Autos, insbesondere in VW Golfs. Für Volumina muss die Badewanne herhalten, oder wenn es zu viele Badewannen werden, werden Lastwagenladungen herangezogen oder der Bodensee muss dran glauben. Größere Längen werden in Höhen vom Kölner Dom oder Erdumrundungen umgerechnet, noch größere in Entfernungen zum Mond. Wenn mal wieder Regenwald abgeholzt wird, bekommen wir gleich erklärt, dass jede Minute mehrere Fußballfelder draufgehen, genau genommen 4,5.

Wozu brauchen wir das? Noch dazu, weil diese Umrechnungen alles andere als exakt sind. So erreichen ausgewachsene Elefanten je nach Art ein Gewicht zwischen 2000 und 5000 kg. Ein Fußballfeld darf bei nationalen Spielen zwischen 45 und 90 Metern breit und zwischen 90 und 120 Metern lang sein. Also beträgt die Fläche eines Fußballfeldes zwischen 4.500 m² und 10.800 m² – ein ähnlich großes Intervall wie bei den Elefanten.

Und damit sollten sich doch Vergleiche mit Fußballfeldern und Elefanten bereits aus Präzisionsgründen verbieten, oder?