Kirchturmpolitik oder die Ansiedelung eines Möbelhändlers

In Gütersloh gibt es eine Industriebrache. Und eine massive Angebotslücke im Einzelhandel. Dies sorgt nun für einigen Wirbel in der Stadt und im Umland.

Wenn man wissen möchte, worum es geht, muss man ein paar Jahre zurückgehen. Alles dreht sich um ein etwa 80.000 m² großes Gelände zwischen Holzstraße und der Bahnstrecke Köln-Minden. Hier hatten einst der Traditionsbetrieb Wirus und dann der Nachfolger Pfleiderer über Jahrzehnte Türen und Spanplatten hergestellt. 2004 hat Pfleiderer die Produktion im Stammwerk eingestellt und in die Werke II und III verlagert. Eine der größten Industriebrachen in Gütersloh entstand. Nach einer Veräußerung des Geländes rollten Ende 2008 die Bagger an und machten das Werk dem Erdboden gleich.

Was tun mit dem Gelände? Es sollte zwei weitere Jahre dauern, in denen über eine Nachnutzung des innenstadtnahen Geländes mit guter Verkehrsanbindung nachgedacht wurde. Interessierte Investoren, wie z.B. die Daimler AG, die einst ein großzügiges Autohaus auf dem Gelände plante, sprangen in der Wirtschaftskrise kurzfristig ab. Eine reine Wohnbebauung wurde auch nicht angestrebt, da sich das Gelände direkt an einer stark befahrenen Bahntrasse mit entsprechenden Lärmemissionen befindet.

Irgendwann 2010 wurde dann plötzlich die Ansiedelung einer Filiale der Porta-Gruppe und eines Gartencenters aus dem Hut gezaubert. Mehr als 300 Arbeitsplätze sollen insgesamt entstehen, mehr als 60 Millionen Euro werden in der Dalkestadt investiert. „Kirchturmpolitik oder die Ansiedelung eines Möbelhändlers“ weiterlesen

Nexus S ohne Super-AMOLED in Deutschland

Es hatte sich aufgrund einer Ankündigung von Google für Italien schon angekündigt. In vielen europäischen Märkten wird es das neue von Samsung produzierte Android-Handy Nexus S nur mit Super Clear LCD-Technologie geben. Damit müssen Kaufinteressenten in vielen europäischen Ländern auf die noch brilliantere Super AMOLED-Technologie verzichten, mit der das Smartphone bereits seit Dezember 2010 auf dem US-Market zu bekommen ist. Dies ist einer Vorstellung des Handys auf einer deutschen Google-Seite zu entnehmen.

Das Nexus S ist laut Google ab Ende Februar im Handel erhältich. Bei ersten Online-Shops wird es bereits gelistet, u.a. bei Amazon.de. Hier besteht die Möglichkeit, das Nexus S für knapp 500 Euro zu reservieren. Technisch weist das Nexus S viele Gemeinsamkeiten zum ebenfalls von Samsung produzierten Galaxy S auf.

Das erste von Google herausgegebene Handy, das von HTC produzierte Nexus One, hatte eher bescheidene Verkaufserfolge. Auch diesmal erscheint der Zeitpunkt für Google ungünstig. Bereits diesen Sonntag stellt Samsung in Barcelona anlässlich der Messe MWC den Nachfolger des Samsung Galaxy S vor. Der koreanische Hersteller hat bereits eine Website mit einem Countdown geschaltet.

Die zensierte Minibar

Blick aus dem Zimmer auf Manhattan im HintergrundIm Juni war ich geschäftlich eine Woche in New York. Untergebracht war ich in einem wirklich schönen, neuen Hotel in Jersey City mit einem fantastischen Blick auf die Sykline Manhattans.

Doch beim Check-Out erlebte ich eine böse Überrraschung. Der Hotelangestellte fragte, ob ich schon mal etwas von „censored minibars“ gehört hätte. Mmm, zensierte Mini-Bar. Ich war ja schon in vielen Hotels und habe in den letzten drei Jahren über 500 Hotelübernachtungen zusammengesammelt. Eine zensierte Minibar ist mir dabei noch nicht untegekommen. Und wieso zensiert? Auch wenn es schwer ist, in vielen Ostküstenstaaten außerhalb von Restaurants ein normales Bier zu bekommen, konnte ich es nicht glauben. Ist die Prohibition zurück und ich hätte das Bud aus der Minibar nicht trinken dürfen? „Die zensierte Minibar“ weiterlesen

Gütersloh

Ich freue mich doch immer wieder, wenn ein Künstler einen Bezug zu Gütersloh, meiner Heimatstadt, aufbaut. Und hier ist es Krüger mit seinem Song Gütersloh auch in sehr überzeugender Weise gelungen, Gütersloh in einer Zeile mit New York, LA, Wien, London, Tokio, Toronto und Königslutter am Elm unterzubringen. Meinen Geschmack trifft er jedenfalls deutlich mehr als Thommie Bayer mit seinem Gassenhauer Der letzte Cowboy, der ja bekanntlich aus Gütersloh kommt.

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Zeitüberschreitung beim Update auf iOS 4.0 [Update]

Am 21. Juni 2010 hat Apple den Nachfolger des iPhone OS, das iOS herausgebracht. Der Nachfolger unterstützt nun einige lang erwartete Features wie z.B. Multitasking (zumindest in einer rudimentären Fassung) oder die Anlage von mehr als einem Exchange-Account.

Da ist es natürlich sehr ärgerlich, wenn das Update von iPhone OS 3.1.3 auf iOS 4.0 zwar im iTunes gefunden wird und einem zum Download angeboten wird, jenes Update jedoch ständig mit der Fehlermeldung „Bei der Netzwerkverbindung ist eine Zeitüberschreitung aufgetreten“ abbricht. Ich sollte meine Netzwerkeinstellungen überprüfen. Okay, ich dachte, evtl. sind die Apple-Server überlastet, aber selbst nach Dutzenden Versuchen zu unterschiedlichen Zeiten kam ständig jene unerfreuliche Fehlermeldung.

Es stellte sich dann heraus, dass offensichtlich mein iPod zu voll bepackt war. Nach dem Entfernen einiger Podcasts wurde das Update problemlos installiert. Da fragt man sich dann doch, warum das nicht entsprechend in der Fehlermeldung steht.

[Update 27. August 2010]: Inzwischen habe ich bei einem neuerlichen Update-Versuch auf 4.0.2 festgestellt, dass nicht mein zu voll bepackter iPod die Ursache war, sondern der aktivierte WebGuard von AntiVir Premium. Über einen Rechtsklick auf das rote „Regenschirm“-Icon im System-Tray lässt sich der WebGuard deaktivieren und der Update-Download im iTunes funktioniert reibungslos.

[Update 08. November 2011]: Noch immer ist das Problem nicht behoben. Auch das Update auf die iOS-Version 5.0 ist betroffen. Bekannt ist, dass mehrere Antivirus-Lösungen den Download von Updates vom Apple-Server verhindern. Basierend auf den Nutzerkommentaren und Feedback per E-Mail sind wohl in erster Linie Produkte von Avira und Kaspersky betroffen. Wichtig ist hier, die Komponente zum Überprüfen des Webverkehrs zu deaktivieren. Bei Avira Antivir / Avira Antivirus ist dies der Webguard. Der Webguard kann entweder durch einen Rechtsklick auf das rote „Regenschirm“-Icon im System-Tray deaktiviert werden oder im Hauptfenster von Avira. Nach dem Einspielen des Updates kann der Webguard wieder aktiviert werden. Ggfs. kann es auch helfen, den Virenscanner komplett zu deaktivieren.

Unverständlich ist, dass offensichtlich weder Apple, noch Avira oder Kaspersky dieses Problem beheben können. Alle drei Unternehmen wurden bereits durch mich im Jahr 2010 kontaktiert und auf das Problem aufmerksam gemacht.

Bundespost

Telekom Deutschland GmbH. Ich gebe es zu, ich habe gestutzt, als ich diesen Unternehmensnamen in einem Online-Profil soeben las. Die neuerliche Umbenennung und Verschmelzung von T-Home und T-Mobile zum Geschäftsbereich Telekom Deutschland GmbH habe ich verpasst. Sinnigerweise trat die Neustrukturierung zum 1. April in Kraft. Ich vermute mal, die meisten haben das für einen Aprilscherz gehalten.

Bei der gefühlt zehnten Umstrukturierung und Neubenamsung seit dem Börsengang wundert es mich nicht, dass da keiner mehr mitkommt und ältere Semester das große magentafarbene T noch immer als Bundespost bezeichnen. Gut übrigens auch, dass jenes Unternehmen aus dem Radsport-Sponsoring ausgestiegen ist. Der neue Firmenname passt nämlich auf keine Radhose.

0700 – kein Anschluss unter dieser Nummer

Eine gute Idee sind sie ja schon, die persönlichen Rufnummern unter der Vorwahl 0700.  Unter diesem Vorwahlbereich kann sich jedermann eine eigene persönliche Rufnummer bei der Bundesnetzagentur registrieren lassen und Anrufe mehr oder weniger intelligent über Routingregeln auf beliebige Festnetz- oder Mobilfunknummern weiterleiten. So bleibt man immer unter einer Rufnummer erreichbar, egal wo man sich gerade befindet. Bereits im Jahr 2000 habe ich mir zwei Rufnummern gesichert, genutzt werden sie jedoch schon seit geraumer Zeit nicht mehr.

Allgemein muss man sagen, dass die „persönliche Rufnummer fürs Leben“ eine Totgeburt war. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Anders als bei den weit verbreiteten Rufnummerbereichen 0180 oder 0900 wird der Rufnummernbereich nur von einer Handvoll Provider unterstützt – kostenlose Anbieter gibt es dabei keinen einzigen, mindestens 6 Euro monatliche Grundgebühr erhebt jeder.

Für die Weiterleitung von Anrufen auf das Handy oder ins Ausland fallen in der Regel saftige Minutenpreise an, die der Inhaber der 0700-Nummer bezahlen muss. Und auch für die Anrufer ist die 0700 ein vergleichsweise teures Vergnügen, denn die Tarife wurden nicht in gleichem Maße gesenkt, wie z.B. die Tarife für Ferngespräche. Bei den meisten Anbietern zahlt man zur Hauptzeit aus dem Festnetz über 12 Cent/Minute. Ruft man vom Handy eine 0700-Nummer an, wird es richtig teuer, denn Preise zwischen 70 und 100 Cent/Minute sind keine Seltenheit. Aus dem Ausland sind die 0700-Rufnummern teilweise gar nicht erreichbar.

Und so bleibt nur zu sagen, dass es eine gute Idee war.

Subventionitis auf den Dächern

Wie eine Epidemie haben sie sich ausgebreitet. Bei meiner zweiten längeren Radausfahrt in diesem Jahr war es nicht mehr zu übersehen: Auf nahezu jedem zweiten an der Strecke liegenden Bauernhof war eine Photovoltaikanlage installiert – deutlich mehr, als ich auf gleicher Strecke noch im letzten Herbst gesehen habe.

Da haben wohl einige Landwirte noch die Gunst der Stunde genutzt, vor der kurzfristig eingeplanten zusätzlichen Kürzung der Einspeisevergütung zum 1. Juli 2010. Teilweise scheint es sich sogar zu lohnen, beide Dachflächen, nicht nur jene, die nach Süden ausgerichtet ist, mit den Siliziumpanels zuzupflastern. Und das im nicht gerade für übermäßige Sonnenstunden bekannten Kreis Gütersloh. Den Landwirten kann mans nicht verdenken, wenn sie zugreifen. Wer sich mit Milchpreisen um 30 Cent je Liter rumärgern muss, ist sicher für dieses Politiker-Geschenk und die konstant fließenden Zusatzeinnahmen dankbar.

Und wer bezahlts? Jeder der Strom verbraucht – und keine Solaranlage auf dem eigenen Dach hat. Die nächste Strompreiserhöhung kommt garantiert!