Top-Level-Domain-Redundanz

Gestern nachmittag gab es bei der Registrierungsstelle für DE-Domains, der DENIC e.G., eine größere Panne. Durch die Fehlfunktion mehrerer Nameserver konnte für Millionen von DE-Domains keine IP-Adresse mehr aufgelöst werden, da die DNS-Server mit „Domain existiert nicht“ antworteten. Durch ein solch negatives Abfrageergebnis wird auch vermieden, dass ein weiterer, noch funktionierender Nameserver, abgefragt wird. Die Panne wäre also vermutlich gar nicht aufgefallen, wenn die DNS-Server statt einer falschen Antwort einfach gar nicht geantwortet hätten, da in diesem Fall ein anderer DNS-Server abgefragt worden wäre.

Zwischen 13:30 und 15:45 waren daher große Teile des deutschsprachigen Internets lahmgelegt. Da DNS-Abfrageergebnisse bei den Providern für eine gewisse Zeit gecached werden, traten auch nach Behebung des Fehlers durch die DENIC sporadisch bis in den Abend Fehler beim Abruf einiger DE-Domains auf.

Vor Pannen ist natürlich niemand gefeit, aber es verdeutlicht wieder einmal, dass noch mehr an Redundanz gedacht werden muss. Was nutzt das 99,99% Hochverfügbarkeits-Rechenzentrum, wenn das DNS einer ganzen Top-Level-Domain ausfällt. Aus diesem Grund habe ich mir doch gleich mal die Domain daniel-neuhaus.net registriert und auf diesen Blog aufgeschaltet. Sicher ist sicher 🙂

Daniel Neuhaus

Hallo, ich bin Daniel Neuhaus aus Gütersloh. Weitere Informationen zu meiner Person sind in diesem Blog zu finden. Hier gibt es eine bunte Mischung aus IT, Medien und allem, was mich sonst noch so interessiert. Über Kommentare freue ich mich sehr!

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