Subventionitis auf den Dächern

Wie eine Epidemie haben sie sich ausgebreitet. Bei meiner zweiten längeren Radausfahrt in diesem Jahr war es nicht mehr zu übersehen: Auf nahezu jedem zweiten an der Strecke liegenden Bauernhof war eine Photovoltaikanlage installiert – deutlich mehr, als ich auf gleicher Strecke noch im letzten Herbst gesehen habe.

Da haben wohl einige Landwirte noch die Gunst der Stunde genutzt, vor der kurzfristig eingeplanten zusätzlichen Kürzung der Einspeisevergütung zum 1. Juli 2010. Teilweise scheint es sich sogar zu lohnen, beide Dachflächen, nicht nur jene, die nach Süden ausgerichtet ist, mit den Siliziumpanels zuzupflastern. Und das im nicht gerade für übermäßige Sonnenstunden bekannten Kreis Gütersloh. Den Landwirten kann mans nicht verdenken, wenn sie zugreifen. Wer sich mit Milchpreisen um 30 Cent je Liter rumärgern muss, ist sicher für dieses Politiker-Geschenk und die konstant fließenden Zusatzeinnahmen dankbar.

Und wer bezahlts? Jeder der Strom verbraucht – und keine Solaranlage auf dem eigenen Dach hat. Die nächste Strompreiserhöhung kommt garantiert!

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