Zeitüberschreitung beim Update auf iOS 4.0 [Update]

Am 21. Juni hat Apple den Nachfolger des iPhone OS, das iOS herausgebracht. Der Nachfolger unterstützt nun einige lang erwartete Features wie z.B. Multitasking (zumindest in einer rudimentären Fassung) oder die Anlage von mehr als einem Exchange-Account.

Da ist es natürlich sehr ärgerlich, wenn das Update von iPhone OS 3.1.3 auf iOS 4.0 zwar im iTunes gefunden wird und einem zum Download angeboten wird, jenes Update jedoch ständig mit der Fehlermeldung „Netzwerk-Zeitüberschreitung“ abbricht. Ich sollte meine Netzwerkeinstellungen überprüfen. Okay, ich dachte, evtl. sind die Apple-Server überlastet, aber selbst nach Dutzenden Versuchen zu unterschiedlichen Zeiten kam ständig jene unerfreuliche Fehlermeldung.

Fehlermeldung beim Update von iOS

Es stellte sich dann heraus, dass offensichtlich mein iPod zu voll bepackt war. Nach dem Entfernen einiger Podcasts wurde das Update problemlos installiert. Da fragt man sich dann doch, warum das nicht entsprechend in der Fehlermeldung steht.

[Update 27. August]: Inzwischen habe ich bei einem neuerlichen Update-Versuch auf 4.0.2 festgestellt, dass nicht mein zu voll bepackter iPod die Ursache war, sondern der aktivierte WebGuard von AntiVir Premium. Über einen Rechtsklick auf das rote „Regenschirm“-Icon im System-Tray lässt sich der Webguard deaktivieren und der Update-Download im iTunes funktioniert reibungslos.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Bundespost

Telekom Deutschland GmbH. Ich gebe es zu, ich habe gestutzt, als ich diesen Unternehmensnamen in einem Online-Profil soeben las. Die neuerliche Umbenennung und Verschmelzung von T-Home und T-Mobile zum Geschäftsbereich Telekom Deutschland GmbH habe ich verpasst. Sinnigerweise trat die Neustrukturierung zum 1. April in Kraft. Ich vermute mal, die meisten haben das für einen Aprilscherz gehalten.

Bei der gefühlt zehnten Umstrukturierung und Neubenamsung seit dem Börsengang wundert es mich nicht, dass da keiner mehr mitkommt und ältere Semester das große magentafarbene T noch immer als Bundespost bezeichnen. Gut übrigens auch, dass jenes Unternehmen aus dem Radsport-Sponsoring ausgestiegen ist. Der neue Firmenname passt nämlich auf keine Radhose.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Domain Name System

Wie funktioniert eigentlich das DNS, das gestern für große Teile des deutschsprachigen Internet ausgefallen war? Eine wirklich schöne Erklärung – aus der Zeit, als es noch Modems gab – gibt es bei der Sendung mit der Maus.

Besonders interessant: Unter der IP-Adresse 149.219.195.86 erreicht man immer noch die Website von der Sendung mit der Maus.

Veröffentlicht unter Internet | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

0700 – kein Anschluss unter dieser Nummer

Eine gute Idee sind sie ja schon, die persönlichen Rufnummern unter der Vorwahl 0700.  Unter diesem Vorwahlbereich kann sich jedermann eine eigene persönliche Rufnummer bei der Bundesnetzagentur registrieren lassen und Anrufe mehr oder weniger intelligent über Routingregeln auf beliebige Festnetz- oder Mobilfunknummern weiterleiten. So bleibt man immer unter einer Rufnummer erreichbar, egal wo man sich gerade befindet. Bereits im Jahr 2000 habe ich mir zwei Rufnummern gesichert, genutzt werden sie jedoch schon seit geraumer Zeit nicht mehr.

Allgemein muss man sagen, dass die „persönliche Rufnummer fürs Leben“ eine Totgeburt war. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Anders als bei den weit verbreiteten Rufnummerbereichen 0180 oder 0900 wird der Rufnummernbereich nur von einer Handvoll Provider unterstützt – kostenlose Anbieter gibt es dabei keinen einzigen, mindestens 6 Euro monatliche Grundgebühr erhebt jeder.

Für die Weiterleitung von Anrufen auf das Handy oder ins Ausland fallen in der Regel saftige Minutenpreise an, die der Inhaber der 0700-Nummer bezahlen muss. Und auch für die Anrufer ist die 0700 ein vergleichsweise teures Vergnügen, denn die Tarife wurden nicht in gleichem Maße gesenkt, wie z.B. die Tarife für Ferngespräche. Bei den meisten Anbietern zahlt man zur Hauptzeit aus dem Festnetz über 12 Cent/Minute. Ruft man vom Handy eine 0700-Nummer an, wird es richtig teuer, denn Preise zwischen 70 und 100 Cent/Minute sind keine Seltenheit. Aus dem Ausland sind die 0700-Rufnummern teilweise gar nicht erreichbar.

Und so bleibt nur zu sagen, dass es eine gute Idee war.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Top-Level-Domain-Redundanz

Gestern nachmittag gab es bei der Registrierungsstelle für DE-Domains, der DENIC e.G., eine größere Panne. Durch die Fehlfunktion mehrerer Nameserver konnte für Millionen von DE-Domains keine IP-Adresse mehr aufgelöst werden, da die DNS-Server mit „Domain existiert nicht“ antworteten. Durch ein solch negatives Abfrageergebnis wird auch vermieden, dass ein weiterer, noch funktionierender Nameserver, abgefragt wird. Die Panne wäre also vermutlich gar nicht aufgefallen, wenn die DNS-Server statt einer falschen Antwort einfach gar nicht geantwortet hätten, da in diesem Fall ein anderer DNS-Server abgefragt worden wäre.

Zwischen 13:30 und 15:45 waren daher große Teile des deutschsprachigen Internets lahmgelegt. Da DNS-Abfrageergebnisse bei den Providern für eine gewisse Zeit gecached werden, traten auch nach Behebung des Fehlers durch die DENIC sporadisch bis in den Abend Fehler beim Abruf einiger DE-Domains auf.

Vor Pannen ist natürlich niemand gefeit, aber es verdeutlicht wieder einmal, dass noch mehr an Redundanz gedacht werden muss. Was nutzt das 99,99% Hochverfügbarkeits-Rechenzentrum, wenn das DNS einer ganzen Top-Level-Domain ausfällt. Aus diesem Grund habe ich mir doch gleich mal die Domain daniel-neuhaus.net registriert und auf diesen Blog aufgeschaltet. Sicher ist sicher :-)

Veröffentlicht unter Blog, Internet | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Badewannen, Elefanten und Fußballfelder

Können sich wirklich so wenig Menschen Längen, Flächen, Volumina und Massen vorstellen, oder warum werden uns immer irgendwelche abstrusen Vergleiche mit Autos oder Badewannen aufgetischt?

Fährt irgendwo ein Schwertransport, wird das Gewicht gleich in die Nicht-SI-Einheit Elefanten umgerechnet, wahlweise aber auch in Autos, insbesondere in VW Golfs. Für Volumina muss die Badewanne herhalten, oder wenn es zu viele Badewannen werden, werden Lastwagenladungen herangezogen oder der Bodensee muss dran glauben. Größere Längen werden in Höhen vom Kölner Dom oder Erdumrundungen umgerechnet, noch größere in Entfernungen zum Mond. Wenn mal wieder Regenwald abgeholzt wird, bekommen wir gleich erklärt, dass jede Minute mehrere Fußballfelder draufgehen, genau genommen 4,5.

Wozu brauchen wir das? Noch dazu, weil diese Umrechnungen alles andere als exakt sind. So erreichen ausgewachsene Elefanten je nach Art ein Gewicht zwischen 2000 und 5000 kg. Ein Fußballfeld darf bei nationalen Spielen zwischen 45 und 90 Metern breit und zwischen 90 und 120 Metern lang sein. Also beträgt die Fläche eines Fußballfeldes zwischen 4.500 m² und 10.800 m² – ein ähnlich großes Intervall wie bei den Elefanten.

 Ein Fußballfeld ist ein oft genutzer Vergleichsmaßstab - aber mehr als ungenau

Und damit sollten sich doch Vergleiche mit Fußballfeldern und Elefanten bereits aus Präzisionsgründen verbieten, oder?

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Allheilmittel Elektroauto?

Endlich sagt’s mal jemand. Unter der Überschrift „Elektroautos sparen kein CO2 ein“ berichtet die heutige Ausgabe der Neuen Westfälischen von einem Interview mit einem Greenpeace-Experten in der Automobilwoche, dass Elektroautos keinen Umweltvorteil gegenüber konventionell betriebenen Fahrzeugen haben – denn irgendwie muss der Strom für die vielen Tausend Elektroautos, die da kommen sollen, produziert werden.

Derzeit belaste jedes Elektroauto durch den notwendigen Strom aus der Steckdose das Klima mit anderthalb bis doppelt so viel CO2 wie ein herkömmliches Fahrzeug. Demnach dürften die Stromkonzerne gar nicht damitwerben, dass sie Elektroautos mit „sauberem“ Strom versorgen. Der Fahrstrom werde dem Stromkontingent aus erneuerbaren Energien nur an anderer Stelle entzogen.

Richtig! Effizienzverluste und damit „Mehrverbrauch“ gibt es bei der Stromerzeugung, beim Stromtransport und beim Laden der Batterie. Der Elektromotor arbeitet ebenfalls nicht verlustfrei. Elektroautos sind daher nur nachts, wenn Strom aufgrund der niedrigen Industrie-Nachfrage und schlecht regelbarer Atom- und Kohlekraftwerke im Überfluss vorhanden ist und teilweise sogar einen negativen Preis hat, wirtschaftlich zu laden. Wer tagsüber zur Spitzenlast sein Auto auflädt, sorgt dafür, dass besonders ineffiziente und teure Kraftwerke wie z.B. Gasturbinen zugeschaltet werden müssen, die die zusätzliche Spitzenlast bereitstellen.

Veröffentlicht unter Verkehr | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Freitag nachmittag – 185 km Stau in NRW

Freitag nachmittag, um 15:30 vor einem Feiertag – 185 km Stau in NRW meldet der WDR. Vor einiger Zeit habe ich schon autobahn.nrw.de vorgestellt und dabei kritisiert, dass es an Bundesländergrenzen endet.

Seit einigen Wochen gibt es auch ADAC Maps. Neben den Staumeldungen, die man sich anzeigen lassen kann, bietet ADAC Maps auch die Besonderheit, den aktuellen Verkehrsfluss anzuzeigen – bundesländerübergreifend. Dieser basiert nicht auf Sensoren in der Fahrbahn oder Brücken. Stattdessen werden von ca. 60.000 gewerblichen Fahrzeugen (überwiegend LKWs) automatisiert die Position und die aktuell gefahrene Geschwindigkeit erfasst und an die ADAC-Zentrale gesendet. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Verkehr | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Subventionitis auf den Dächern

Wie eine Epidemie haben sie sich ausgebreitet. Bei meiner zweiten längeren Radausfahrt in diesem Jahr war es nicht mehr zu übersehen: Auf nahezu jedem zweiten an der Strecke liegenden Bauernhof war eine Photovoltaikanlage installiert – deutlich mehr, als ich auf gleicher Strecke noch im letzten Herbst gesehen habe.

Da haben wohl einige Landwirte noch die Gunst der Stunde genutzt, vor der kurzfristig eingeplanten zusätzlichen Kürzung der Einspeisevergütung zum 1. Juli 2010. Teilweise scheint es sich sogar zu lohnen, beide Dachflächen, nicht nur jene, die nach Süden ausgerichtet ist, mit den Siliziumpanels zuzupflastern. Und das im nicht gerade für übermäßige Sonnenstunden bekannten Kreis Gütersloh. Den Landwirten kann mans nicht verdenken, wenn sie zugreifen. Wer sich mit Milchpreisen um 30 Cent je Liter rumärgern muss, ist sicher für dieses Politiker-Geschenk und die konstant fließenden Zusatzeinnahmen dankbar.

Und wer bezahlts? Jeder der Strom verbraucht – und keine Solaranlage auf dem eigenen Dach hat. Die nächste Strompreiserhöhung kommt garantiert!

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Die Kreuzotter ist zurück

Unter kreuzotter.de hatte Walter Zorn vor einigen Jahren einen Online-Rechner bereitgestellt, der für jeden ambitionierten Fahrradfahrer höchst interessant ist. Basierend auf Körpergröße, Körpergewicht und Fahrradtyp konnte man sich die Leistung in Watt ausrechnen, die man treten muss, um eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen. Auch Gegen- oder Rückenwind sowie Steigung und Gefälle werden berücksichtigt. Leider existiert der Online-Rechner auf kreuzotter.de nicht mehr.

Zum Glück gibt es den Rechner aber noch in der Wayback Machine, dem Internet-Archiv: Folgt man diesem Link, kommt man auf eine voll funktionsfähige Kopie. Für eine gegebene Leistung oder eine gegebene Geschwindigkeit kann man sich nun per Mausklick das jeweilige Gegenstück berechnen oder sich gar ein Diagramm generieren lassen. Bei einem Rennrad mit Oberlenkerhaltung, meiner Größe und Gewichtsklasse kommt dabei auf flacher Strecke ohne Wind und auf 100 Meter Höhe folgendes raus:

Leistungs-Geschwindigkeits-Diagramm

Hier kann man auch wunderschön den quadratisch ansteigenden Luftwiderstand ablesen, der ab spätestens 20 km/h einen Großteil der Leistung schluckt, während der Rollwiderstand  unabhängig von der Geschwindigkeit ist. Für 50 km/h, die man auf ebener Fläche nur als sehr trainierter Fahrer länger als ein paar Minuten aushält, muss ich bereits die sechsfache Leistung auf die Pedale bringen als für 25 km/h!

Was man beim Radfahren noch merkt, sollte man vielleicht auch beim Autofahren beherzigen. Dort überwiegt der Luftwiderstand alle andere Widerstände ab ca. 80 km/h.

Veröffentlicht unter Fahrrad | Hinterlasse einen Kommentar